Zeitarbeit – Fluch oder Segen?
admin 25. Oktober 2011
In den letzten Jahren ist die Zeitarbeit, auch Arbeitnehmerüberlassung genannt, in Deutschland stark gestiegen. Zeitarbeitsfirmen sind zu nicht zu unterschätzenden Arbeitgebern gewachsen. In fast allen Firmen in Deutschland sind Zeitarbeitskräfte dauerhaft oder bei sogenannten Auftragsspitzen eingesetzt. Trotz der weiten Verbreitung, ist der Ruf der Zeitarbeit nicht der Allerbeste. Wenn ein Arbeitnehmer angibt, dass er bei einer Zeitarbeitsfirma beschäftigt ist, erntet er von seiner Umwelt oft nur bemitleidungswürdige Blicke. Ist es wirklich so schlimm bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt zu sein? Oder gibt es auch Vorteile?
Zeitarbeit: Was bedeutet das überhaupt?
Wer von Zeitarbeit spricht, meint ein Dreiecksarbeitsverhältnis, indem ein Arbeitnehmer von seinem Arbeitsgeber an einen Dritten zur Arbeitsleistung überlassen wird. Der Arbeitsnehmer (Leiharbeitnehmer) bekundet dabei ein normales Arbeitsverhältnis mit seinem Arbeitgeber (Verleiher). In diesem Arbeitsverhältnis gelten alle arbeitsvertraglichen, tarifvertraglichen und gesetzlichen Rechte und Pflichten wie bei anderen Arbeitsverhältnissen auch. Das gilt auch für den Kündigungsschutz. Der Unterschied zu anderen Arbeitsverhältnissen ist, dass der Leiharbeitnehmer seine Arbeitsleistung beim Dritten (Entleiher) erbringt. Durch die Überlassung geht das Weisungsrecht auf den Entleiher über, weisungs- und pflichtwidriges Verhalten darf aber nur der Arbeitgeber (Verleiher) ahnden.
Der Verleiher erhält vom Entleiher für die Arbeitsleistung seines Leiharbeitnehmers einen vereinbarten Stundensatz, dieser ist nicht identisch mit dem Stundensatz des Leiharbeitnehmers.
Welche Vorteile bietet Zeitarbeit?
Berufseinsteiger können sich durch die Zeitarbeit Berufserfahrung aneignen. Arbeitslose können mit Hilfe der Zeitarbeit Ihre Arbeitslosigkeit beenden. Viele Arbeitnehmer nutzen die Zeitarbeit als Übergangsarbeitsverhältnis zwischen zwei Arbeitsverhältnissen.
Entleihfirmen nutzen die Zeitarbeit um Auftragsspitzen oder eigene Personalausfälle wie Urlaub oder Krankheit zu überbrücken
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